Der Pionier, der diesen damals ungemein wagemutigen Himmelsritt unternahm, war ein Sowejtbürger: der Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin. Die Wortwahl "Kosmos" - heute ein wenig veraltet und bombastisch wirkend -entspricht ganz dem Zeitgeist der Sowjetunion in den frühen sechiger Jahren.
Gagarins "überirdische" Pionierleistung ließ die Führung und die Bürger der Sowjetunion himmelhoch jauchzen. Andere dagegen fielen aus allen Wolken. Vor allem die Amerikaner, denn die hatten mit Gagarins kosmischer Erstleistung schon die dritte Runde im Weltraum-Wettrennen mit den Sowjets verloren. Auch der erste Erdsatellit und die erste Mondsonde stammten aus dem kommunistischen Reich.
Für die Menschheit als Ganzes hatte dieser Flug etwas ungeheuer Anspornendes und Faszinierendes: vom Polarkreis bis zur Südspitze Feuerlands wusste man nun, dass Menschen ins Weltall gelangen und dort leben konnten. Ein neues Abenteuer hatte begonnen, der Aufbruch in die Weiten des Weltalls.
In den Weltraumstationen der Sowjetunion wurde stets ein Bild von Gagarin mitgeführt. Am 12. April wurde an Bord dieser Stationen und im Kontrollzentrum eine Feier abgehalten.


