Auch am Simulationsraumanzug selber werden noch Veränderungen vorgenommen. Die Lüfter müssen neu verdrahtet und justiert, Kommunikationsprotokolle auf ihre Vollständigkeit geprüft und eine Testplatine teilweise umkonfiguriert werden - berichtet Klaus Bickert. Außerdem soll in Zukunft parallel zu dem derzeitigen mechanischen Schaltsystem noch ein elektronisches dazu kommen.
Nach der Mittagspause steht ein Phileas Bildtest auf dem Programm. Dafür haben wir eine kleine digitale Kamera auf das Rover-Chassis montiert. Ein anderer Teil des Teams macht inzwischen eine Kontrolle der Sicherheitsausrüstung, obwohl wir nicht hoffen, dass wir den Feuerlöscher brauchen werden. Damit sich alle Beteiligten professionell untereinander verständigen können, ist eine „Übungssession Funksprache“ angesetzt.
Tag 1: Vorbereitungen für ein Experiment mit Sand und Eis
22. Mai 2010
Die Sonne brennt sich ein Loch durch die Wolkendecke und einige Workshop-Teilnehmer kauen noch ihre Frühstücksweckerl als Gernot Grömer das morgendliche Briefing eröffnet. Die Ablaufplanung für den Tag wird besprochen. Der erste Punkt auf der Tagesordnung ist das CVE-Training, also die Übungssession für das geplante Contamination Vector Experiment. Ort des Geschehens wird das Vordach des Gebäudes sein, wo das Innsbrucker Rote Kreuz residiert. Freundlicherweise wurden uns einige Räume für das Wochenende zur Verfügung gestellt.
Die Mitglieder des Science Teams, Ulrich Luger und Anna Kluibenschädl machen auf dem mit Kies und Moos bedeckten Vordach einen ersten Test, um den grundsätzlichen Ablauf der Experimente zu proben
Es wird gefilmt und fotografiert, angemerkt, korrigiert und dokumentiert. Unterdessen bemühen sich andere Mitglieder des Teams, das Rover-Chassis für seinen Einsatz zu preparieren. Stefan Hauth schraubt noch einige zusätzliche Teile an, um einerseits die Räder in einer bestimmten Stellung und Höhe zu fixieren und andererseits eine Vorrichtung zu schaffen, auf die man eine Kamera montieren kann. |
Wo Experimente mit einem Simulationsraumanzug durchgeführt werden, darf auch das entsprechende Ambiente nicht fehlen. Ein paar technisch versierte Workshop-Teilnehmer machen sich also an den Aufbau der Marslandschaft. Allerdings entsteht dabei vorerst nur große Ratlosigkeit, denn es fehlen ein paar Teile. Lesson learned: Ab sofort gibt es eine Bestandsliste der benötigten Teile und eine bebilderte Gebrauchsanweisung für den Aufbau.
Zum Abschluss werden die aktualisierten Procedures für das Donning und Doffing (An- und Ausziehen) des Aouda-Suits durchbesprochen. Doch damit ist der Tag um 20 Uhr noch lange nicht zu Ende. Während die einen chinesisches Essen heran karren, vertiefen sich die anderen in die Untiefen ihrer Systemsoftware und sitzen noch stundenlang an ihren Laptops um zu programmieren und zu dokumentieren. Bis die Workshopleitung ein Machtwort spricht – ein bisschen Energie müssen wir uns noch für die kommenden Tage aufsparen...
Weitere Informationen
Veranstaltungen
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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