ÖWF besucht CERN (Und freut sich für den Verbleib Österreichs am CERN)
Mai 2009
Dort wo die Welt untergehen wird - oder doch nicht?
Es war wieder mal eine typische ÖWF Aktion: Ein Anruf von Vorstandsmitglied Norbert Frischauf: „Ich drehe mit einem Fernseh-Team am CERN in Genf - die ersten zehn die sich schnell entscheiden, können mitkommen!“ Das CERN (die Abkürzung leitet sich vom früheren franz. Namen „Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire“ ab) ist seit über 50 Jahren eines der weltbesten und bekanntesten Kernforschungszentren.
Zu neunt - das Auto eines Kandidaten gab leider in München den Geist auf - ging es per Flugzeug, oder auf Schiene nach Genf. Fast pünktlich erreichten wir jenen Ort, wo laut Bestseller-Autor Dan Brown die Engel, Dämonen und Illuminati sich ihre Antimaterie-Bomben holen und wo laut der Sensations-Presse demnächst die Welt untergeht, weil beim Einschalten des neuesten Wunderwerks der Technik - dem LHC (Large Hadron Collider) - Schwarze Löcher entstehen werden und uns alle in den Untergang reissen. Unser Mann vor Ort - Mario Lassnig (tatkräftig unterstützt von zwei befreundeten CERN Guides) - nahm uns in Empfang und ab ging es zu den Testständen, wo einige der leistungsfähigsten Magneten der Welt auf Herz und Nieren geprüft werden.
Doch das war erst ein leichtes Aufwärmen. ATLAS - eine Maschine mit dem Gewicht des Eiffelturms und gebaut mit der Präzision einer Schweizer Uhr (1 mm Passgenauigkeit) - stand als nächstes auf dem Programm. Sie ist eine von vier Detektoren, der jene Elementarteilchen misst, die aus den Kollisionen entstehen, bei denen sich die Teilchen aus den beiden gegenläufig fliegenden Strahlen treffen. Eine riesige Kaverne unter dem CERN - erreichbar nur durch Schnell-Lifte und Hochsicherheits-Schleusen mit Iris-Scannern - ist nötig, um diesen Leviathan (ein biblischmythologisches Seeungeheuer, Anm. d. Red.) zu beherbergen. Man hofft, dort jenes sogenannte „Higgs“-Teilchen oder Feld zu finden, welches dem ganzen Universum Masse gibt. Doch will ich zum physikalischen Hintergrund nicht allzu viel erzählen - am besten und ungewöhnlichsten kann das der Large Hadron Rap: http://www.youtube.com/watch?v=j50ZssEojtM
Der Tag klang mit einem guten französischen Wein und hoch interessanten Gesprächen in der Kantine des CERN aus. Die Übernachtung war im CERN-Hostel am Gelände möglich. Den ganzen kommenden Vormittag waren wir mit „Microcosm“ beschäftigt.
Nach einem kurzen Besuch in Genf (Schokolade, Uhren, Schokolade, eine Wasserfontäne, alte Schallplatten, Gedenktafeln für eine ermordete österreichische Kaiserin... habe ich schon die Schokolade erwähnt?) ging es wieder heimwärts. ÖWF Reisen führen also nicht nur auf die Spur der Weiten des Alls, sondern auch an die Grenzen des Mikrokosmos - und dort entdeckt man, dass alles zusammenhängt und miteinander verwoben ist.
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Linktipps
Veranstaltungen
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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