Sechtes Trainingswochende in Kühtai
18. und 19. März, Johannes Gross
Leiwand! - Oder?
Dieses Wochenende war so ereignisreich, dass ich wirklich Mühe habe ein paar Dinge herauszustreichen, ohne dass man den richtigen Eindruck verliert. Ich habe allerdings beschlossen NICHT über männliche Kochkünste á la Pudding und Risotto und dessen mannigfaltige alternative Verwendungen zu schreiben; NICHT über zuviel mühevoll hinaufgeschlepptes Alpinequipment und etwas zuwenig, aber trotzdem mühevoll hinaufgeschlepptes Stressmanagement in flüssiger Form; NICHT über vergessene Hüttenschlüssel, verlorene Aerobotteile und die unglaublichen Flugeigenschaften desselben; NICHT über Stretchingmethoden, Verknotungen und die Tücken des Flaschenzuges; NICHT über Kühe und deren Probleme bei einer Doppelschwangerschaft (!); NICHT darüber wofür alles Schnaps ein Heilmittel sein soll; auch NICHT über die Unterschiede von "Stadtkindern" und "Landkindern" und die dadurch notwendige Simultanübersetzung österreichisch/österreichisch; und auch NICHT über den Spaß mit einem Quadbike durch eine Gatschlacke zu preschen; und schon gar NICHT über üble Kabelbrände und kuschelige Schneehöhlen; und überhaupt NICHT über Wochenendvegetarier, südtiroler Schweinedärme und innere Konflikte. Das alles würdet ihr liebe Leserinnen und Leser nicht nachvollziehen können und weitere Erklärungen würden zu weit führen, denn man müsste dabei gewesen sein. Was ich nun zu vermitteln versuche ist eher die Einzigartigkeit dieser Gruppe, die sich hier "getroffen" hat.
Nur um stichwortartig den Rahmen dieser Veranstaltung zu beschreiben: März 2006; Tirol; Kühtai; ca. 2400 m über Normalnull; kleine Forschungstation (= Berghütte); Frühlingsbeginn; strahlender Sonnenschein. Für mich als Wiener ist sowas allein schon sehr sehr leiwand und sicher nicht alltäglich.
Man stelle sich nun folgendes vor: Ein Haufen absoluter Individualisten stapfen in aller Früh mit Schneeschuhen (für mich eine absolute Premiere) und einiges an Gepäck eine Skipiste mitten in den Alpen hinauf. Nach erklommenen 450 Höhenmetern beginnt im Hochgebirge ein Teil des Trainings, das uns hier zusammen geführt hat. Ein Training, das in seiner Vielfalt nicht größer hätte sein können. Und "uns" das sind Mädls und Buben aus Science, Engineering, Humanities, Logistics & Support, Crew und MCC, stetig "gejagt" von unserem unermüdlichen Fotografen, die alle in ihrer Freizeit nix besseres zu tun haben als für ein Projekt zu arbeiten bei dem niemand einen finanziellen Vorteil hat, es eigentlich keine offiziellen Regeln gibt und manche mit Unverständnis konfrontiert werden. Funktioniert das? - Ja, unglaublicherweise, es funktioniert! Das hat dieses Trainingswochende besonders gut gezeigt: Zusammenleben unter extremen Bedingungen, währenddessen körperliche und geistige Herausforderungen bewältigen UND auch noch einen riesen Koarl dabei haben – WIR können das! - TSCHAKA!!! - Klarerweise muss es auch so sein, sonst wäre dieses Projekt wohl kaum möglich. Für meine Wenigkeit als jüngster (und auch kleinster) der "9er" – Partie und im Auftrag des großen Marsgesichts (siehe Bildungsblatt), kann es, wenn ich auf dieses Trainingswochende schau', nur dieses Resümee und diesen Ausblick auf die Mission geben: Mit so einem Team muss es hinhauen!
PEACE to the Martians – we're coming soon! :-)
Veranstaltungen
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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