Neues vom Innovations-Praktikum
20. Juli 2009
Wie viel Action hält ein Mensch eigentlich aus? Diese Frage habe ich mir vergangene Woche öfters gestellt. Ich habe nämlich meine erste Praktikumswoche gerade hinter mir und habe aber jetzt schon viele spannende Erlebnisse hinter mir. Alles begann am Montagmorgen, als ich voller Energie und Spannung an die Uni für Astro- und Teilchenphysik kam, wo sich auch das Büro von Gernot Grömer befindet. Nachdem ich eine kurze Einweisung in meine Arbeit bekam und ich vielen Leuten vorgestellt wurde, verließen wir das Uni- Gebäude schon wieder. Nun durfte ich sogar noch dabei sein, wie Gernot Grömer ein Interview für einen Radiosender gab. Anschließend begaben wir uns auf den Weg nach Linz, oder besser gesagt nach St. Florian, wo am nächsten Tag ein Fotoshooting für den EVA- Suit stattfinden sollte. Während der Fahrt hat mir Hr. Grömer einiges über den Mars, den Weltraum und Astronauten beigebracht. Als wir angekommen waren brachten wir noch schnell unser Equipment an Ort und Stelle und dann war der erste Tag auch leider schon vorbei.
Am Dienstag hieß es früh aufstehen, denn schon am Vormittag startete das Fotoshooting. Und ich kann nur eines sagen: Die Bilder sind einfach grandios geworden! Meine Arbeit an diesem Tag war den Anzug herzurichten, dem Model beim An- und Ausziehen zu helfen usw. In der Zeit, die ich nicht mit Fotoshooting direkt beschäftigt war, begann ich das Handbuch für Aouda ins Englische zu übersetzen. Da ich an diesem Tag so direkt mit dem Anzug zu tun hatte, habe ich viel über diesen gelernt, aber nicht nur über den, sondern auch über andere „kosmische“ Sachen habe ich viel erzählt bekommen.
Nach einer viel zu kurzen Nacht, musste ich meine Sachen leider wieder packen, denn schon am Mittwoch war die Heimreise angesagt. Auf dem Heimweg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Linz. Da im AEC (Ars Electronica Center) eine Ausstellung über Astronomie und Weltraum stattfindet, mussten wir unsere „Prinzessin“ Aouda für einige Tage aus den Händen geben und im AEC aufstellen. Nachdem wir den „Kampf mit der Puppe“ (wir mussten den Anzug einer Schaufensterpuppe anziehen) gewonnen hatten, machten wir uns schließlich wirklich auf die Heimreise.
Weniger Aktion hatte ich den Rest der Woche. Ich arbeitete weiter am Handbuch und erledigte noch einige kleine Aufträge. Nun ist die Woche auch schon zu Ende, und ich bin gespannt was mich nächste Woche erwarten wird.
For all mankind - unter diesem Motto stand meine zweite Paktikumswoche. Doch nicht nur meine Woche – die ganze Welt feierte am 20. bzw. 21 Juli das 40jährige Jubiläum zur Mondlandung. Da das ÖWF in Linz im AEC ein Vortrag zu diesem Thema hielt, fuhren wir gleich am Montag los. Gernot Grömer, Norbert Frischauf und Alexander Soucek und Moderator Johannes Grenzfurthner führten das Publikum durch den Abend und schafften es immer wieder das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Einer der Höhepunkte war der „Flug zum Mond“ im Deep Space- Raum. In diesem Raum wurde auf einer riesengroßen Leinwand der Flug zum Mond in 3D abgespielt und moderiert.
Als der Vortrag zu Ende war ging es gleich zum nächsten Highlight weiter. In der Sternenwarte in Linz wurde in einem kleinen Rahmen der erste Schritt auf den Mond gefeiert, welcher um ca. 4Uhr in der Früh stattfand. So endete dieser Tag ziemlich spät, der nächste war dann jedoch dem entsprechend verschlafen, denn außer dem Abbau von Aouda und der Heimreise stand nicht viel auf dem Programm.
Am Mittwoch ging die Spannung jedoch gleich weiter, denn ein Meeting in der HTL Fulpmes stand auf dem Plan. Wir besprachen einige Upgrades für Aouda und testeten die Wasserkühlung. Nachdem wir dann am Donnerstag alle benötigten Sachen zusammenfassten, und wir keine Zeit verlieren wollten, ging es am Freitag gleich mit dem Einkauf los. Anschließend besprachen wir noch den Kindertag, welcher nächste Woche stattfinden soll. Auf diesen freue ich mich schon sehr, und ich bin gespannt, was mich sonst noch so erwarten wird.
"Was gibt es schöneres als viele strahlende Kinderaugen? Diese Frage habe ich mir diese Woche auch gestellt, denn ich glaube ich habe noch selten so viele strahlende Kindergesichter auf einmal gesehen." berichtet Innovationspraktikantin Rebecca Berger von ihrer dritten Praktikumswoche beim ÖWF Innsbruck.
"Meine dritte Praktikumswoche begann zwar ziemlich normal, denn ich erledigte die üblichen Arbeiten im Büro, doch schon am Dienstag ging es los. Da war nämlich unser Weltraumtag für die Kleinen. Ich habe mit ihnen Wasserraketen gebastelt, ihnen von Raketen erzählt und am Ende als Highlight des Tages wurden sogar Feststoffraketen zusammengebaut und in den Himmel geschickt. Vor jedem Raketenstart konnte man in den kleinen Gesichtern die Anspannung sehen, denn es waren alle gespannt ob die Raketen auch funktionieren. Doch wenn sie dann empor schoss, verwandelte sich die Anspannung in ein Lachen, und ihre Augen strahlten dabei unglaublich.
Am nächsten Tag stand dann wieder Büroarbeit auf dem Plan. Doch langweilig wurde mir nicht, denn schon am Donnerstag ging es wieder weiter nach Fulpmes wo eine weitere Integrationssession für den Mars-Simulationsraumanzug "Aouda.X" statt fand. So verbrachte ich den Rest der Woche damit, den Anzug auf Vordermann zu bringen, was mir sehr viel Spaß macht, denn dabei lerne ich nicht nur diverse handwerkliche Tätigkeiten, sondern auch das Organisieren. Diese Woche war also wieder mit vielen Ereignissen und ich bin schon gespannt was mich nächste (und leider letzte) Woche im Innovationspraktikum beim ÖWF erwartet."
Unterstützung naht, hieß es in dieser Woche, denn wir erhielten einen neuen Mitarbeiter. Sebastian Sams bereichert nun seit Montag wieder unser Team. Am selben Tag ging es auch gleich weiter nach Fulpmes, um am Anzug weiter zu arbeiten. Auch am Dienstag war wieder Integrationssession angesagt und wir konnten in diesen beiden Tagen viele Erfolge feiern. Das TCS funktioniert nun perfekt, die Rückenhalterung wurde erneuert, viele kleinere Feinheiten wurden eingebaut sowie dem HUT und dem PLSS ein neuer Anstrich verpasst.
Am Mittwoch ging es im Büro weiter, wo unter anderem das Exoskelett ausgemessen wurde. Auch am darauffolgenden Tag stand Büroarbeit auf dem Plan. Den ganzen Tag wurde also in die Tasten gehauen und Ideen und Konzepte ausgeklügelt. Dann kam auch schon mein letzter Arbeitstag, denn mit Freitag endet mein Praktikum. Auch wenn ich mit einem lachenden Auge mich auf meine kommenden Ferien freue, habe ich doch auch ein weinendes Auge, denn in der Zeit, die ich jetzt beim ÖWF gearbeitet habe, habe ich viel erlebt. Ich habe nicht nur extrem viele Sachen über den Weltraum und die Raumfahrt erfahren, sondern auch viele neue Leute kennen gelernt. Diese vier Wochen werde ich mit Sicherheit nicht so schnell vergessen, denn so viele Erfahrungen in so kurzer Zeit habe ich noch nie gesammelt.
Auch diese Woche gab es wieder einen Personalwechsel, Verena Kohler löste Rebecca als Praktikantin ab. Es stand einiges an Büroarbeit auf dem Plan. Von Recherchen und Planung von RFID-Systemen, Telefonaten mit der Deutschen Bundesnetzagentur bezüglich Frequenzfreigaben für Funkgeräte bis hin zur Zusammenstellung von Dossiers über wissenschaftliche Messinstrumente und Interviews ein vielfältiges Programm. Am Dienstag holten wir auch die Alpha-EVA-Demosuits aus dem ÖWF Lager und aktualisierten bei dieser Gelegenheit gleich die Inventarliste. Zurück an der Uni wurde nach einer intensiven Fotosession ein komplett neues Handbuch zur Verwendung der Suits verfasst. Gut verpackt wurden die Anzüge am Freitag dann auch gleich inklusive neuem Handbuch nach Niederösterreich zu einer Weltraumausstellung versandt. Zusammengefasst eine arbeitsreiche aber dennoch spannende Woche!
Die 7 Tage dieser zweiten Arbeitswoche von Verena Kohler waren nur so übersäht mit den verschiedensten Projekten und Arbeiten. "Schon am Sonntag machte sich unser 3-köpfiges Team auf den Weg nach Linz zum ars Electronica Center, wo neben einem Marsvortrag das Kinderraketenbauen stattfand, von dem keiner der Beteiligten trocken davonkam", berichtet die Praktikantin.
Gleich am Montag wurde fleißig für das On-Board Data Handling des Mars-Simulationsraumanzuges Aouda.X programmiert. Im Laufe der Woche wurde viel am Exoskellet und an der Aouda Audio/Kommunikationsübertragung zum Laptop herumgebastelt. "Nebenbei erledigten wir die Planung für das Workshop-Wochenende und das Übersetzen des AOUDA Handbuchs." weiss Sebastian Sams, der in seiner vorletzten Woche des Innovatonspraktikums stand "Die 2 Höhepunkte dieser Woche waren definitiv der OBDH-Workshop von Freitag bis Sonntag und der erfolgreiche Start des Passapartout Digi-Ballons in Graz, bei dem Verena auch live dabei war."
In dieser Woche begann unser Programm schon am Montag um 8:00. Während Gernot und Sebastian (Praktikant) nach Seefeld fuhren, um die Kältekammer anzusehen, in der wir in den kommenden Wochen diverse Tests mit unsrem AOUDA Simulationsanzuges durchführen werden, wartete zeitgleich ein wichtiger Termin an der Urologie, bei dem wir uns über die Möglichkeit informierten, ein Uridom (Kondom mit Verbindung zum Harnauffangsäckchen) anstelle eines Katheters bzw. einer Windel für das „WC“ im Anzug zu verwenden. Neben fleißiger Vorbereitung und Planung der Herbstmesse, kämpften wir uns weiter mit dem Ellbogen-Teil unseres Exoskellets ab und übersetzten das durchaus umfangreiche Handbuch für den Anzug ins Englische. Ab Mittwoch war ein Teil unseres Teams an der HTL-Fulpmes, wo unermüdlich am Anzug herumgebastelt wurde. Weiters wurde der Ballonstart am Donnerstag 02.09. koordiniert und Helfer dafür zusammengetrommelt, der leider ohne Sebastian stattfinden wird.
Veranstaltungen
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
Detail






